Making of – Karl Heindl, Burgtheater

Im Rahmen einer privaten Führung durch das Wiener Burgtheater lernte ich Karl Heindl kennen und war beeindruckt von seinem Wissen über dieses Bauwerk. Als sich auch noch heraus stellte welche und wie viele Funktionen er inne hat erzählte ich ihm von meinem Buchprojekt. Er erklärte sich spontan dazu bereit mit zu machen.

Meine Aufgabe, die ich mir stellte war, alle seine Funktionen in einem Bild sichtbar zu machen. Dazu positionierte ich meine Kamera im Eingangsbereich, auf einem Stativ, Karl stellte sich mit unterschiedlichen Outfits und Requisiten an unterschiedliche Stellen und ich machte davon jeweils ein Foto (in Wahrheit aber jeweils mehrere, zur Sicherheit) und dann wurde alles zu einem einzigen Bild vereint. Aufmersame Betrachter, gute Kenner des Theaters waren mitunter erstaunt – „ich habe gar nicht gewusst, dass es im Foyer eine Falltür, einen Schacht gibt!“ – gibt es dort auch nicht, digitale Bildbearbeitung macht diese Art Storytelling erst möglich.

Weitere Fotos entstanden im Zuschauerraum und im „Untergrund“.

Die für mich größte Überraschung erlebte ich erst, als ich die Biographie von Karl Heindl sah:
Er stammt aus dem selben Ort in dem ich bis zu meinem 10. Lebensjahr wohnte. Da er aber einige Jahre jünger ist kam er zur Welt als ich schon in Wien lebte. Deshalb sind wir uns erst Jahrzehnte später in Wien begegnet.
Aber: er ging in die selbe Volksschule wie ich, hatte die selben Lehrer und seine Mutter konnte sich noch an meinen Vater erinnern. Beide arbeiteten Ende der 50er-Jahre in der selben Fabrik.